„Jetzt ist genau das eingetreten, was wir vermeiden wollten“, fasst der sozialpolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Wolfgang Gores die aktuelle Situation zusammen. Schon im Sozialausschuss am 15. März 2017 hatte Gores Fragen zum neu eingeführten Pakt für den Nachmittag an der Ludwig-Beck-Schule und den weiteren Erhalt des offenen Programms des Stadtteilzentrums gestellt.

Mit Schreiben vom 24. März antwortete Bürgermeister Goßmann: „ Die offene und kostenfreie Arbeit im Stadtteilzentrum Gräselberg soll und wird durch den Pakt für den Nachmittag ausdrücklich nicht beschnitten werden – sie behält ihren qualitativen und quantitativen Umfang.“ Im Ortsbeirat Biebrich, dem Wolfgang Gores auch angehört, wurde das Thema ebenfalls diskutiert. Die Amtsleiterin des Amtes für Soziale Arbeit sagte in der Sitzung auch den Erhalt des Angebotes zu.

„Nun ist das Gegenteil eingetreten. Die vollmundigen Zusagen wurden nicht eingehalten, stattdessen werden die Räumlichkeiten, die auch in städtischer Hand sind, gekündigt. Warum eigentlich?“, fragt sich der CDU-Politiker. „Ich kann derzeit nicht umhin, die Einschätzung der „Mannamobil“-Geschäftsführerin Gabriele Abshagen zu teilen, dass das ehrenamtliche Angebot als Konkurrenz für die Nachmittagsbetreuung gesehen wird“, zeigt sich Gores enttäuscht.

„Wir stehen an der Seite der besorgten Eltern und Jugendlichen, die den Erhalt dieses wichtigen Angebotes wünschen und behalten uns vor dies in den entsprechenden Gremien noch einmal zu thematisieren“, fasst Wolfgang Gores die Position der CDU zusammen.

Vorheriger Beitrag Nächster Beitrag