Aktuelles Niveau sollte gehalten werden

 

„Zurzeit gibt es 195 zugelassene Hausärzte in Wiesbaden. Die meisten von ihnen sind zwischen 50 und 59 Jahre alt. Im Jahr 2020 könnten es altersbedingt nur noch 139 sein, wenn die Stadt es nicht schafft für medizinischen Nachwuchs attraktiv zu bleiben“, so Dr. Reinhard Völker, gesundheitspolitischer Sprecher CDU-Rathausfraktion. Die aufgeführten Zahlen ergeben sich aus dem „Regionalen Gesundheitsreport“ des Hessischen Sozialministeriums und der Kassenärztlichen Vereinigung. Dabei steht Wiesbaden im Vergleich mit Gesamthessen derzeit gut da. Das aktuelle Durchschnittsalter niedergelassener Hausärzte liegt in Gesamthessen bei 54 Jahren, in Wiesbaden mit 52 Jahren knapp darunter.

 

„Ziel muss es sein, Medizin-Absolventen für die hausärztliche Versorgung zu gewinnen und Wiesbaden weiterhin attraktiv zu gestalten, so dass die medizinische Versorgung gewährleistet werden kann“, sagt Dr. Reinhard Völker. 

 

Gerade im Hinblick auf den demographischen Wandel und die daraus resultierende ansteigende Zahl der Arztbesuche, sollte Wiesbaden dafür Sorge tragen, dass eine ärztliche Versorgung auch zukünftig gewährleistet wird. Dr. Reinhard Völker: „Da es mehr weibliche Medizin-Absolventen gibt, sollte auch die Möglichkeit der Teilzeit-Berufsausübung, möglicherweise durch Partnerärzte gegeben sein.“ Weiterhin sollten die wirtschaftlichen Risiken minimiert werden, die sich durch die ständigen Änderungen der Honorarsystematik in der jüngsten Vergangenheit ergeben haben. 

 

„Ziel sollte es sein, einen gleichmäßigen Versorgungszugang für alle Wiesbadener Bürger sicherzustellen und die wohnortnahe Versorgung auch in den östlichen Vororten zu fördern“, betont Dr. Reinhard Völker. Aktuell sei es so, dass jeder Wiesbadener durchschnittlich nur etwa vier Kilometer brauche, um den nächsten Hausarzt aufsuchen zu können. Damit es so bleibt, sollte Wiesbaden auch zukünftig für Nachwuchs-Mediziner attraktiv bleiben.

 

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