"Der Führerscheinentzug besonders für gewalttätige Jugendliche zeigt Wirkung," bilanziert CDU-Stadtverordneter Dr. Hans-Achim Michna die bisherigen Erfahrungen mit dem Präventionsprojekt 'Gelbe Karte'. Davon zeugten bisher über 150 Verwarnungen, davon zwei Drittel an Täter im Alter über 21 Jahren: "Die 'gelbe Karte' macht dem Jugendlichen klar, dass sein inakzeptables Verhalten Konsequenzen hat und nicht geduldet wird."

Nach guten Erfahrungen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Bayern nimmt Wiesbaden auf Initiative von Ordnungsdezernentin Birgit Zeimetz als erste Stadt in Hessen seit April am Präventionsprojekt des Landes Hessen gegen Gewalt und Alkoholmissbrauch teil. Die "Gelbe Karte" in Form einer Verwarnung der Führersteinstelle richtet sich gegen Täter, die wegen Gewalttaten oder Alkoholkonsum aufgefallen sind. Ihnen droht bei weiteren Straftaten die Anordnung der medizinisch-psychologische Untersuchung, im Volksmund besser als 'Idiotentest' bekannt. Wird die 'charakterliche Nichteignung' festgestellt, ist der Führerschein weg bzw. der Täter wird für die Zukunft vom Führerscheinerwerb ausgeschlossen.

"Den Führerschein zu verlieren oder gar nicht erst zur Prüfung zugelassen zu werden, ist eine Drohung mit nachhaltiger Wirkung," ist CDU-Sozialpolitiker Dr. Michna überzeugt: "Mit dem Damoklesschwert des Führerscheinentzugs sollen jugendliche Gewalttäter zur Besinnung gebracht werden. Ihnen soll unmissverständlich deutlich gemacht werden, dass ihr gemeinschaftsunfähiges Verhalten nicht geduldet wird."

Den Tätern werde gleichwohl die Chance auf Besserung und der weitere Lebensweg nicht durch eine Vorstrafe verbaut. "Der Präventionsgedanke steht im Vordergrund," betont Dr. Michna, der auch der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) in Wiesbaden vorsteht: Die 'Gelbe Karte' ist ein wichtiger Bestandteil vorbeugender Sozialpolititk.

Eine detaillierte Auswertung stehe auf Betreiben der CDU-Fraktion auf der Tagesordnung des nächsten Sozialausschusses. "Aber auch so macht das Wiesbadener Beispiel Schule: Nach Fulda wird auch Frankfurt gegen Schläger und Randalierer mit der 'Gelben Karte' vorgehen," berichtet der CDU-Stadtverordnete abschließend.

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