Etwa 2.500 verwilderte Hauskatzen leben in Wiesbaden und sind schwer krank

Tausende verwilderte Hauskatzen, Nachkommen unkastrierter Freigängerkatzen, streunen durch die Landeshauptstadt. „Es sind bedauernswerte Tiere, die meist bis auf die Knochen abgemagert um das wenige Futter streiten und sich dabei gegenseitig mit Katzenschnupfen und anderen meist tödlich verlaufenden Krankheiten anstecken.“ bedauert Astrid Wallmann, tierpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion.

 

Doch damit soll nun Schluss sein. Wie die CDU-Landtagsabgeordnete Astrid Wallmann berichtete, habe die hessische Umweltministerin Hinz (Bündnis 90/GRÜNE) nunmehr signalisiert, eine Rechtsverordnung zu erlassen, die es Kommunen erlaubt, bei Vorliegen der Notwendigkeit eine Katzenkastrationspflicht einzuführen.

 

Um die Notwendigkeit der Kastrationspflicht für Freigängerkatzen mit qualifizierten Persönlichkeiten zu erörtern, regen nun die Koalitionspartner CDU und SPD an, einen Vertreter des Tierschutzvereins und des Veterinäramtes sowie die Landestierschutzbeauftragte in eine kommende Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Energie und Sauberkeit einzuladen. 

 

Mehrfach schon machte die CDU Rathausfraktion auf die kranken Tiere aufmerksam. Sie appellierte an Katzenbesitzer durch Kastration ihrer Freigängerkatzen ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen, um so die weitere Zunahme der Population verwilderter Hauskatzen zu verhindern.

In diesem Zusammenhang wurde vielfach über eine Kastrationspflicht der Tierhalter zum Wohle der Tiere diskutiert. Seinerzeit fehlte es jedoch an einer gesetzlichen Grundlage, um eine solche Pflicht durchsetzen  zu können. Dies werde sich nun durch die Änderung im Tierschutzgesetz ändern.

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