Kessler: Weitere Radprojekte folgen – Umsetzung muss schneller werden

„Die CDU in Wiesbaden begrüßt und unterstützt das vom AStA der Hochschule Rhein-Main initiierte Fahrradverleihsystem ausdrücklich“, sagte Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion zu den Plänen der Studierendenvertretung, zu Beginn des Sommersemesters ein eigenes Verleihsystem in Zusammenarbeit mit der DB Rent nicht nur für Studierende sondern auch für Wiesbadenerinnen und Wiesbadenern anzubieten.

 

Kessler weiter: „Wir fordern das Stadtplanungs- und Verkehrsdezernat dazu auf, kurzfristig geeignete öffentliche Flächen zu prüfen und vorzuschlagen, die die Stadt dafür zur Verfügung stellen kann.“ Dieses Anliegen solle nach dem Wunsch der CDU, so Kessler, in einem gemeinsamen Antrag der Koalitionsfraktionen bereits im nächsten Ausschuss für Planung, Bau und Verkehr am 4. Februar beraten werden. Dabei gehe es auch darum, dass ein eigenes Wiesbadener Verleihsystem, welches derzeit durch das Verkehrsdezernat vorbereitet wird, auch von diesen Standorten profitiere, selbst wenn es sich nicht um das „Call a bike“-System der Deutschen Bahn handele. Wichtig sei in jedem Falle, dass die künftig in Wiesbaden angebotenen Fahrrad-Verleihsysteme auch mit- oder zumindest nebeneinander gut funktionieren könnten. Dazu zähle auch die Integration des Mainzer „MeinRad“-Systems der MVG, welches bereits in den AKK-Stadtteilen Kastel und Kostheim seit rund einem Jahr installiert sei.

 

„Dass die Einführung eines Wiesbadener Mietfahrradsystems in Wiesbaden so lange dauert, ist bedauerlich aber kein Grund, andere Anbieter, wie den Hochschul-AStA nicht tatkräftig zu unterstützen“, reagiert Kessler auf die noch nicht vorgestellten Überlegungen des Fachdezernats.

 

Bereits im Herbst 2012 (25.09.2012) hatte die CDU-Fraktion den Antrag für Mietfahrräder in Wiesbaden eingebracht. Noch immer sondiere man Gesprächsergebnisse. Laut der zuständigen Dezernentin Sigrid Möricke (SPD) sei in den nächsten Wochen mit Ergebnissen zu rechnen.

 

Kessler dazu: „Wir beschließen keine Schauanträge sondern wir möchten gemeinsam mit unserem Koalitionspartner erfolgreiche Ergebnisse produzieren“. Auf diese warte man derzeit sehr ungeduldig.

 

Die CDU sei massiv dabei, Radprojekte zur sinnvollen und sicheren Integration in den Gesamtverkehr anzustoßen und gewillt, diese auch voran zu treiben. Dazu zählten neben dem Auftrag zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes auch die erste Fahrradstraße in Wiesbaden, die in der kommenden Woche in der Eleonorenstraße eröffnet wird. Für weitere Radwegeverbindungen von Biebrich nach Schierstein oder von der Wilhelmstraße nach Sonnenberg gäbe es ebenfalls längst „grünes Licht“. „Als neuestes Radwege-Großprojekt werden wir die Salzbachroute in Angriff nehmen, um die für Fahrradfahrer völlig unakzeptable Situation in der Mainzer Straße zu entschärfen und eine attraktive Verbindung an den Rhein und nach Mainz zu schaffen“, so Kessler abschließend.

 

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