Anita Hebenstreit und Simone Koch: Hilfe muss schnell und zuverlässig erfolgen

 

Gewalt gegen Frauen ist eine gravierende Menschenrechtsverletzung - ob in Form körperlicher, seelischer oder sexualisierter Gewalt. Weltweit tritt sie in unterschiedlichen Formen gegen Frauen in Erscheinung. „Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird am 25. November einmal mehr die traurige Realität in das Gedächtnis der Menschen rufen“, stellt  Simone Koch, frauenpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion, fest. Ihre Koalitionskollegin, Anita Hebenstreit, frauenpolitische Sprecherin der SPD-Rathausfraktion, fügt hinzu: „Frauen erfahren zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit und im Internet Gewalt. Laut Bericht der Europäischen Union für Grundrechte (FRA), der vor kurzem vorgestellt wurde, haben beispielsweise  von den insgesamt 42.000 befragten Frauen 33 % seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und / oder sexuelle Gewalt erfahren.“  Diese und noch andere Daten wurden in allen Mitgliedstaaten der EU erhoben und sind erschreckend. Folgerichtig wird es nun Aufgabe der EU-Mitgliedstaaten sein, den Anwendungsbereich insbesondere der jeweiligen Gesetze zu prüfen, des Weiteren entsprechende präventive Maßnahmen vorzuhalten, aber auch Unterstützungsangebote für den konkreten Hilfefall. „Ein Schritt in die richtige Richtung ist u.a. die derzeitige Prüfung hinsichtlich der Strafverfahren bei mutmaßlichen Vergewaltigern.

Ein weiteres Beispiel ist das Thema häusliche Gewalt, welches nun endlich auch in den Fokus der breiten Öffentlichkeit getragen werden konnte. Dazu haben, sowohl im vergangenen als auch in diesem Jahr, emotional eindringliche Kampagnen des Kommunalen Frauenreferats mit dem Hessischen Sozialministerium beigetragen.

Bedauerlicherweise helfe allein die Aufklärungsarbeit langfristig den Betroffenen nicht weiter, so Simone Koch. Wichtig sei insbesondere auch die Beratung und Unterstützung von Frauen, die bereits Opfer von Gewalt geworden sind. Umso mehr begrüßen beide Frauenpolitikerinnen, dass die Hessische Landesregierung erst kürzlich die im Koalitionsvertrag angekündigte finanzielle Unterstützung von Wiesbadener Frauenhäusern und Interventionsstellen in die Tat umgesetzt habe.

Auch die Schutzambulanz in Fulda profitiere von den zusätzlich gewährten Mitteln. Die Einrichtung stehe den Opfern von Gewalt beratend zur Seite. Darüber hinaus können vor Ort gewaltbedingte Verletzungen so dokumentiert werden, dass diese im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens verwendet werden können.

Bereits seit Jahren arbeite auch die Kommunale Frauenbeauftragte der Landeshauptstadt Wiesbaden tatkräftig mit anderen Einrichtungen und Fachdiensten zusammen. Das Ziel sei immer gewesen, den Betroffenen durch eine optimierte Schnittstellenkooperation zu helfen. „Wir können uns sehr gut vorstellen, dass hier eine zentrale Einrichtung, ähnlich der Schutzambulanz in Fulda, ein sinnvoller Baustein sein  könnte. Es ist sehr wichtig, dass Gewaltopfern schnell und zuverlässig geholfen wird“, so Anita Hebenstreit und Simone Koch abschließend.

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