Hans-Achim Michna: CDU-Rathausfraktion bildet selbst aus

 

„Der Ausbildungsmarkt in Wiesbaden ist wesentlich entspannter als im Vorjahr.“ Mit diesen Worten reagiert der beschäftigungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Dr. Hans-Achim Michna, auf die aktuellen Zahlen.

 

Im Frühjahr dieses Jahres standen sich im Agenturbezirk Wiesbaden, zu dem neben der Landeshauptstadt auch die Standorte Idstein und Rüdesheim gehören, 1.883 gemeldete Ausbildungsstellen und 1.879 gemeldete Bewerber gegenüber. „Damit stiegen im Vergleich zum Vorjahr die Stellen um 110 oder 6,2 %, die Zahl der Bewerber um 44 oder 2,4 %“, freut sich der Unionspolitiker über diese positive Entwicklung. Laut eines Berichtes des Personaldezernats liege die Versorgungsquote speziell in Wiesbaden, d.h. ohne Idstein und Rüdesheim, bei 97 Prozent.

 

„Was sich mathematisch entspricht, passt in der Realität nicht unbedingt zusammen“, weiß der Beschäftigungsexperte aus den Vorjahren zu berichten. Betriebe rückten nicht von ihrem Idealbild eines „Azubi“ ab, während manche Jugendliche nicht bereit seien, eine Stelle außerhalb ihres Traumjobs anzunehmen. Ende September 2012 standen 97 noch unversorgte Jugendliche 156 unbesetzten Ausbildungsplätzen gegenüber. „Wir versuchen jedes Jahr durch Nachvermittlungsaktionen mehr Flexibilität auf beiden Seiten zu erreichen“, hofft Dr. Hans-Achim Michna auf eine „Punktlandung“, bei der kein Jugendlicher ohne Ausbildungsplatz bleiben muss. Jedenfalls meldete die Agentur für Arbeit Wiesbaden in ihrem Ausbildungsstellenticker Anfang August dieses Jahres noch 216 offene Stellen allein für Wiesbaden.

 

Zur entspannten Ausbildungsplatzsituation trage auch die Stadt bei. Allein in der Stadtverwaltung, den Eigenbetrieben und den Eigengesellschaften werden derzeit 445 junge Menschen ausgebildet, davon viele über Bedarf. „Die CDU-Rathausfraktion wird in diesem Jahr wieder einen zweiten Ausbildungsplatz besetzen. Für uns kommen Bewerber in Betracht, die wegen eines unüblichen Lebenslaufs auf dem freien Markt nicht so gute Chancen haben“, stellt Dr. Hans-Achim Michna abschließend fest.

 

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