Breitbandausbau muss auch in Wiesbaden weiter vorangetrieben werden

 

„Der Ausbau von schnellen Internetanschlüssen muss weiter vorangehen. Monopole verhindern dies und schaden dem freien Wettbewerb!“ Mit diesen Worten reagiert Dr. Bernd Wittkowski, netzpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion auf ein mögliches Monopol der Telekom AG bei der Internetversorgung mit der so genannten Vectoring-Technologie. Er unterstützt damit eine Initiative des Deutschen Städtetages und anderer Verbände, welche die Bundesregierung vor einer solchen Monopolstellung warnen. 

„Auch in Wiesbaden gibt es noch Stadtteile, in denen keine zukunftssicheren Internetgeschwindigkeiten angeboten werden. Dazu zählen unter anderem Igstadt sowie Teile von Nordenstadt“, so Dr. Bernd Wittkowski. Er bezieht sich dabei auf den Breitbandatlas des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur.[1] Geschwindigkeiten von 16 Mbit/s reichten zwar aktuell noch aus, im Zuge der schnellen Verbreitung von Online-Videodiensten und anderer datenintensiver Angebote würden in naher Zukunft aber 50 Mbit/s und mehr nötig sein. „Damit der Standortvorteil ‚Internet‘ auch in Wiesbaden sichergestellt ist, brauchen wir einen weiteren Ausbau des Glasfasernetzes. So geschehen in Heßloch, wo diese Woche die Verlegung von schnellen Glasfaserkabeln abgeschlossen wurde“, so der Christdemokrat weiter.

Mit der Vectoring-Technik ist es möglich, die Datenraten in bereits vorhandenen Kupferkabeln zu erhöhen, ohne die Kabel durch Glasfaser zu ersetzen. Die Telekom AG hat der Bundesnetzagentur dafür ein Angebot unterbreitet, bei dem rund 8000 Hauptverteiler mit der Vectoring-Technologie ausgestattet werden sollen. Damit hätte die Telekom ein Monopol über diese Anschlüsse. Bestehende Glasfaser- oder TV-Kabelleitungen an den jeweiligen Standorten wären unbrauchbar. „Es darf nicht sein, dass sich ein Betreiber die lukrativsten Standorte herauspickt und die Menschen und Firmen in den restlichen Gebieten auf der Strecke bleiben. Innovation braucht immer auch Wettbewerb“, so Dr. Bernd Wittkowski abschließend.

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