André Weck: Nicht auf positivem Abwärtstrend ausruhen

 

„Seit 2011 sinkt die Zahl der Kinder und Jugendlichen in Wiesbaden, die mit einer Alkoholvergiftung in die Dr. Horst Schmidt Kliniken (HSK) eingeliefert wurden“, stellt André Weck, jugendpolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion, fest.

„Nach wie vor nehmen mehr männliche Jugendliche die Hilfe durch das „HaLT!-Suchtprogramm“ in den HSK wahr. Hieraus lässt sich aber nicht schließen, dass ein vermehrter Alkoholmissbrauch bei männlichen Jugendlichen vorherrscht. Unglücklicherweise werden zunehmend mehr junge Frauen in die HSK eingeliefert. Auffallend ist auch, dass sich im Unterschied zu 2012 die sogenannten Alkopops wieder einer vermehrten Beliebtheit erfreuen“, betont André Weck.

Demnach gäbe es keine Gründe, sich auf dem allgemeinen positiven Abwärtstrend bei alkoholintoxinierten Kindern und Jugendlichen auszuruhen. Es müsse nach Gründen gesucht und weiterhin auf die Kinder und Jugendlichen zugegangen werden.

Das im Jahr 2007 durch die Landeshauptstadt Wiesbaden ins Leben gerufene „Kooperationsprojekt HaLT!“ setzt seinen Schwerpunkt auf die Alkoholmissbrauchsprävention bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren. Die vom Ordnungsamt gemeinsam mit der Landespolizei durchgeführten „HaLT!-Jugendschutzkontrollen“ haben einen rein präventiven Charakter und sollen frühzeitig verhindern, dass ein Alkoholmissbrauch erfolgt.

Insgesamt wurden im Jahr 2013 108 Kinder und Jugendliche (2011: 160; 2012: 137) mit einer Alkoholvergiftung in die HSK eingeliefert. 24 wurden durch die HSK in die Suchtberatung im Rahmen des „HaLT!-Projekts“ vermittelt.

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