Über 90 Prozent gegen häufige Kinderkrankheiten geimpft

 

„Die medizinische Versorgung der Wiesbadener Kinder ist gut. Und: Der Besuch einer Kita wirkt sich positiv auf die Ergebnisse der Schuleingangsuntersuchung aus.“ Mit diesen Kernaussagen fasst der gesundheitspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Dr. Reinhard Völker, die Ergebnisse eines aktuellen Magistratsberichts zusammen, der am Mittwochabend im Gesundheitsausschuss vorgestellt wurde. Im Januar hatte die CDU-Fraktion die entsprechende Anfrage zu Schuleingangsuntersuchungen gestellt.        

„Die Durchimpfungsrate bei Erkrankungen wie Masern, Mumps und Röteln lag im Jahr 2014 bei 92 Prozent. Durch diesen erfreulich hohen Wert bestehen hier also keine besonderen Risiken“, erläutert der Gesundheitsexperte. Eine weitere positive Entwicklung sei der Rückgang von motorischen Defiziten der Wiesbadener Kinder.  Bei der feinmotorischen Koordination sank der Anteil der behandlungsbedürftigen Fälle von 12 Prozent im Jahr 2012 auf 7 Prozent im Jahr 2014; im grobmotorischen Bereich im gleichen Zeitraum von 5 Prozent auf 2 Prozent.

Auch die Befunde zur Sprachentwicklung der Schulstarter haben sich verbessert. „Hier zeigt sich deutlich, dass wir mit der ‚Zauberkiste‘ ein wirkungsvolles Instrument zur frühzeitigen Erkennung von sprachlichen Defiziten haben“, so der Christdemokrat. Der Prozentsatz der Kinder mit Sprachentwicklungsauffälligkeiten sank von 30 Prozent in 2012 auf 25 Prozent im Jahr 2014. Insgesamt hatten in den Bereichen Motorik und Sprachentwicklung jene Kinder bessere Ergebnisse, die längere Zeit eine Kita besucht haben. Ein längerer Kitabesuch ist also positiv für die Entwicklung der Kinder. Ein kleiner Wermutstropfen sei der kontinuierliche Rückgang von Kindern mit guten Deutschkenntnissen seit 2007. „Trotz der positiven Entwicklung dürfen wir also auf dem Gebiet der Sprachförderung nicht nachlassen“, so Dr. Reinhard Völker abschließend.

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