Die Gewerkschaft der Polizei würde seine Einführung genauso begrüßen wie der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club (ADFC). Und auch die CDU-Rathausfraktion fände es sehr vernünftig, in der Landeshauptstadt den Grünen Pfeil einzuführen, der es nur Radfahrern erlaubt, bei roter Ampel an Kreuzungen rechts abbiegen zu dürfen. Eine entsprechende Regelung für Kraftfahrzeuge gibt es bereits.
Derzeit findet ein Pilotversuch der Bundesanstalt für Straßenwesen in zahlreichen Großstädten, darunter Darmstadt, Köln und Düsseldorf statt. Getestet werden soll, ob durch einen solchen Grünen Pfeil die Sicherheit der Radfahrer tatsächlich erhöht wird. Heute gibt es diese Regelung bereits in den USA, in Frankreich, Belgien und in Holland. Der ADFC hofft, dass besonders die Zahl der Unfälle durch abbiegende Lkw reduziert werden kann.
„Wiesbaden ist bekannt für sein deutlich verbesserungsfähiges Radwegenetz“, argumentiert Wolfgang Gores, CDU-Stadtverordneter und Polizist. Erst wenn die Radwege in einem vernünftigen Zustand und alle Gefahrenpunkte beseitigt worden sind, so Gores, solle konkret über die Einführung des Grünen Pfeils nachgedacht werden. „Wir finden den Grünen Pfeil gut, sollten aber nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen.“ Dies sieht Hans-Joachim Hasemann-Trutzel, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, ganz ähnlich. Er regt an, das Radwegenetz heute bereits einmal sorgfältig prüfen zu lassen. „Dort, wo es Sinn macht und wo es gefahrlos für die Radfahrer umgesetzt werden kann, könnten wir den Grünen Pfeil heute schon installieren.“ Es gilt, Chancen und Möglichkeiten zu erkennen, um gesetzte Ziele umsetzen zu können.
Hasemann-Trutzel erinnert daran, dass es die CDU-Rathausfraktion war, die in der Vergangenheit die meisten erfolgreichen Anträge rund ums Fahrrad eingebracht hat. „Deshalb werden wir auch beim Grünen Pfeil am Ball bleiben und dann die Ergebnisse des Pilotversuchs auswerten.“

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