Petermartin Oschmann: Im hessischen Großstädtevergleich schneidet die ELW mit den geringsten Gesamtkosten ab

 

„Eine Familie in Wiesbaden zahlt jährlich rund 336 Euro für die Müllentsorgung“, bilanziert Petermartin Oschmann, beteiligungspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion. „Über das Doppelte, rund 738 Euro, muss eine Familie in Kassel bei gleicher Leistung bezahlen.“ Diese Zahlen ergäben sich aus dem jüngst erschienen Schlussbericht des hessischen Rechnungshofs zur Abfallentsorgung. Mit im Städtevergleich waren Darmstadt, Frankfurt/Main, Kassel und Offenbach.

 

Einer der Hauptgründe für die Ersparnis seien die niedrigen Kosten für die Verbrennung der Restabfälle. Diese erziele die ELW durch die Einbindung der MBA Wiesbaden (Gesellschaft zur mechanischen Behandlung von Abfällen). Petermartin Oschmann freut sich über die positiven Zahlen, die auch der Verdienst von Dr. Oliver Franz, dem CDU-Dezernenten für Ordnung, Bürgerservice und Grünflächen seien.

 

„Ein weiterer wichtiger Faktor für das gute Abschneiden der ELW sind die kurzen Wege. Die Deponien in der Mainzer Straße und im Dyckerhoffbruch ermöglichen es den ELW effizient, kostengünstig und funktional zu arbeiten“, betont Petermartin Oschmann.  Während sich Wiesbaden deswegen über niedrige Preise in der Abfallentsorgung freut, muss die Stadt Frankfurt harte Kritik des Landesrechnungshofes einstecken.

 

Dabei könne sich Frankfurt vielleicht noch etwas von der hessischen Landeshauptstadt abgucken. Denn auch in Sachen Altpapier gehe Wiesbaden beispielhaft voran. Bei den ELW komme es zu einer fast 99-prozentigen Auslastung der Sammelfahrzeuge. „Diese bringen den Abfall zum Umschlagplatz an den Dyckerhoffbruch zur Altpapierverwertung“, beschreibt Petermartin Oschmann den Vorgang, „die Vermarktung geht dann weiter an ein Spezialunternehmen.“

Im Bereich der Altpapierverwertung habe Wiesbaden die höchsten Verwertungserlöse innerhalb des Vergleichsrings. „Es zeigt sich, dass die hessische Landeshauptstadt durch Mengenbündelung mit anderen Gebietskörperschaften und gemeinsame Ausschreibung der Altpapierverwertung höhere Vermarktungserlöse realisiert hat“, bestätigt Petermartin Oschmann. Aber auch die Effizienzsteigerung durch die Umrüstung und Verbesserung des Fuhrparks seit 2012 brachten der ELW eine Gewinnsteigerung. „Durch effizientes und kostengebündeltes Arbeiten schafft es die ELW unter der Führung von Dr. Oliver Franz, die Kosten für die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener so gering wie möglich zu halten“, freut sich Petermartin Oschmann abschließend über die Vergleichsergebnisse.

 

 

 

 

Hintergrundinformationen:

 

Als Grundlage der Untersuchung des Rechnungshofes gelten die Zahlen der Städte über die geleistete Abfallentsorgung. In jeder Stadt wurden in gleicher Weise die Kosten für einzelne Teilleistungen, wie das Einsammeln, Entsorgen und Verwalten, differenziert nach den jeweiligen Abfallarten ermittelt.

 

Die Gebührenbelastung für das Jahr 2012 für eine Musterfamilie „Einfamilienhaus“ in den geprüften Großstädten:


  Darm-stadt Frankfurt/ Main Kassel Offenbach Wiesbaden
Grundgebühr 133,56 €

 

66,00 € - - -
Leistungsgebühr 230,52 € 295,56 € 685,86 €1) 331,32 € 336,00 €
Transport-gebühr Abfuhr Grünabfall - - 35,00 € - -
Transport-gebühr Sperrmüll - - 17,50 € - -
finanzielle Belastung 364,08 € 361,56 € 738,36 € 331,32 € 336,00 €

1) 14-tägige Entleerung des 80l Bioabfallbehälters

 

Von den Städten im Vergleichsring hatten die Haushalte der Stadt Kassel die höchste Abfallgebührenbelastung. Die niedrigste Belastung hatten die Haushalte in Wiesbaden und Offenbach.

 

 

Daten: „172. Vergleichende Prüfung ,Abfallentsorgung in Großstädten‘ nach dem Gesetz zur Regelung der überörtlichen Prüfung kommunaler Körperschaften in Hessen (ÜOKKG) Schlussbericht für die Landeshauptstadt Wiesbaden“, S. 122.

 

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