Kessler (CDU): "Jetzt müssen andere Register gezogen werden!"

Die CDU-Rathausfraktion zeigt sich entsetzt und zutiefst besorgt über das mittlerweile erreichte Ausmaß des aktuellen Krankenstandes bei ESWE Verkehr und WiBus, welches nach Pressemitteilung des Unternehmens dazu führe, dass das Wiesbadener Fahrplanangebot über mehrere Wochen nicht aufrechterhalten werden könne.

 

Aus dem Munde des Sprechers der Geschäftsführung Uwe Cramer sei über Monate zugesichert worden, dass man an der extrem überdurchschnittlich hohen Krankenquote bei den Wiesbadener Busunternehmen ESWE Verkehr und WiBus arbeite. Damit sei auch die ungenehmigte Sonderzahlung an die ESWE-Busfahrer in Höhe von rund 140.000 Euro begründet worden.

„Alle Maßnahmen, die seitens der Geschäftsführung zur Entschärfung des Problems vorgeschlagen oder ergriffen wurden, sind gescheitert. Daher müssen nun andere Register gezogen werden“, fordert Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion.

 

Dazu zählten kurzfristig eine sofortige Fremdvergabe von Fahrleistungen an dritte Unternehmen, sowie die Ausleihe von zusätzlichen, bei andere Unternehmen beschäftigten Busfahrern, die die ausfallenden Busverbindungen so schnell wie nur irgend möglich auffangen, fordert nun die CDU und sei sich dabei mit dem SPD-Koalitionspartner einig.

 

Ebenso bekräftigt sie die sofortige Wiedereinstellung von neuen Fahrerinnen und Fahrern auch bei der WiBus GmbH. „Der Versuch von Herrn Cramer, neue Busfahrer ausschließlich bei ESWE Verkehr zum TV-N-Tarif einzustellen, bringt keine ausreichenden Ergebnisse, sondern verschärft die Situation“ so Hans-Martin Kessler weiter. Hier sei vor allem das schnelle Handeln der Gesellschafter der WiBus GmbH gefragt.

 

Darüber hinaus verlangt die CDU-Fraktion eine akribische und vor allem sachliche Aufklärung, warum der Krankenstand in Wiesbaden derzeit drei- bis viermal so hoch sei, wie in anderen durchschnittlich geführten öffentlichen Busunternehmen. „Es erscheint notwendig zu hinterfragen, warum eine massive Grippewelle aktuell nur in einem einzigen öffentlichen Unternehmen um sich greife und spätestens am Rhein stoppe. Hier gibt es erheblichen Aufklärungsbedarf“ bekräftigt Hans-Martin Kessler.

 

Es könne nicht sein, dass aufgrund des Fehlverhaltens einiger weniger, damit seien bewusst nicht diejenigen gemeint, die krankheitsbedingt nicht Ihrer Arbeit nachgehen können, der Rest der Mannschaft unter größten Belastungen dieses Problem aufzufangen versuchen, so Kessler weiter. Was hier derzeit von den aktiven Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geleistet würde, sei sensationell und übersteige bei weitem die Pflichtaufgaben dieser Arbeitnehmer. Dies beträfe die Fahrergruppe genauso wie Teile der zweiten und dritten Managementebene.

 

Verkehrsdezernentin und ESWE-Aufsichtsratsvorsitzende Sigrid Möricke müsse nunmehr dringend durchgreifen und eine klare Position der Stadt beziehen. Dazu zähle auch, dass der Stadtverordnetenversammlung  schnellstmöglich der von ihr beauftragte Bericht des Revisionsamtes über die Innenrevision bei ESWE Verkehr direkt und ohne Umwege vorzulegen sei –  gegebenenfalls auch als Zwischenbericht.

 

 

 

 

 

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