Kessler: Onlinebefragung ergibt Stimmungsbild

 

Ein knappes Ergebnis brachte die Onlineumfrage der CDU-Rathausfraktion über eine geplante neue Brunnenstele auf dem Faulbrunnenplatz. Mit 25 Prozent erhielt die mit floralen Mustern versehene Glasstele von Kerstin Jeckel und Karl-Martin Hartmann den höchsten Zustimmungswert der drei Siegerentwürfe eines bereits im Jahre 2011 durchgeführten künstlerischen Stehgreifwettbewerbs. Nur knapp dahinter folgte der zweite Preisträger von Professor Jürgen Weidinger aus Berlin mit 24 Prozent. Für den dritten Entwurf des Wiesbadener Künstlers Edgar Diehl entschieden sich 10 Prozent derjenigen, die sich an der Onlineumfrage beteiligten.

 

Allerdings gibt es auch 41 Prozent der 520 Umfrageteilnehmer/innen, die eine von der Stadtverordnetenversammlung bereits 2010 beschlossene Brunnenstele ganz ablehnen und einen eher klassischen Brunnen bevorzugen. Die dazu gemachten zahlreichen Vorschläge reichen von der alten Brunnenschale, über den Koch- und Rathausbrunnen bis zu spielerischen Wasserlandschaften mit Wasserfontänen. „Die meisten dieser durchaus nachvollziehbaren Hinweise sind nur deshalb nicht realisierbar, da die Platzverhältnisse des Faulbrunnenplatzes mit gesetzlich notwendigen Leitungs- und Rettungswegen dies leider nicht zulassen“, kommentierte der planungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion, Hans-Martin Kessler die zahlreichen zusätzlichen Kommentare. Es seien aber auch eine Reihe von Wünschen eingegangen, denen man nachgehen werde: ein öffentliches WC, ein Cafe-Pavillon oder eine Hinweistafel auf die Bedeutung und heilende Wirkung des Faulbrunnenwassers zum Beispiel.

 

Auslöser für die von der CDU-Fraktion initiierte Bürgerumfrage war die Ankündigung von Stadtentwicklungsdezernentin Sigrid Möricke (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung am 24. April diesen Jahres, eine solche Form der Bürgerbeteiligung durchzuführen. Aber sowohl Möricke als auch die SPD-Fraktion hätten die Durchführung anschließend abgelehnt.

 

„Wir wissen, dass dies keine repräsentative Erhebung darstellt. Aber die CDU wollte ein Stimmungsbild aus der Bevölkerung einholen, ohne dass man sich parteipolitisch im Vorfeld auf eine Variante festgelegt oder eine solche priorisiert hatte. Das ist uns zweifelsfrei gelungen und die Möglichkeit der Mitwirkung alleine ist ein weiterer Erfolg zu mehr Bürgerbeteiligung“, fasst der CDU-Politiker Kessler das Ergebnis der Umfrage zusammen. Mit diesem Stimmungsbild werde die CDU nunmehr dem Koalitionspartner vorschlagen, den Entwurf des ersten Wettbewerbs-Preisträgers Jeckel/Hartmann auch umzusetzen. Die Union hoffe, dass dies schnellstmöglich geschehe und der hoch frequentierte Faulbrunnenplatz Anfang kommenden Jahres fertig gestellt sein wird.

 

Die Ergebnisse der Onlineumfrage Faulbrunnen sind auch auf der Website www.faulbrunnen.de einsehbar.

Glasstele von Kerstin Jeckel und Karl-Martin Hartmann:

 

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