Kessler (CDU): „Es gilt auch das Stadtbild zu bewahren!“

 

Die Sorge über den Sanierungsstau von Eisenbahnbrücken in Wiesbaden und Umgebung teilt auch der planungspolitische Sprecher der CDU-Rathausfraktion Hans-Martin Kessler und fordert den Magistrat auf, die bereits erteilten Aufträge auch umzusetzen. Der CDU-Politiker erinnert in diesem Zusammenhang an den vor vier Monaten im Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr beschlossenen Koalitionsantrag, in dem im Rahmen eines Aufwertungsprogramms Wiesbadener Brücken insgesamt auch mit der Deutschen Bahn Kooperationen zur Aufwertung und Sanierung von Brückenbauwerken und deren unmittelbaren Umfeldes angestrebt werden sollten.

 

„Natürlich ist die Nutzbarkeit und Verkehrssicherheit das oberste Ziel. Das ist Aufgabe des Bundes und der Bahn. Aber eines steht fest: Die Deutsche Bahn wird bei der Sanierung Wiesbadener Eisenbahnbrücken keine besondere Priorität gegenüber anderen Kommunen einräumen, wenn der Magistrat jetzt einen Brief schreibt oder die Stadtverordnetenversammlung einen Beschluss fasst. Wir müssen aber sehr daran interessiert sein, historische Brückenbauwerke, die das Wiesbadener Stadtbild prägen, zu erhalten und nicht durch neue Stahl- und Betonkonstruktionen ersetzen zu lassen“, so Kessler. Dazu zähle auch, das oftmals ungepflegte Umfeld dieser Bauwerke aufzuwerten. Ein besonderes Beispiel solcher historisch bedeutender Bauwerke sei zum Beispiel die ebenfalls betroffene Kaiserbrücke zwischen Amöneburg und Kastel. Hier sei auch der Denkmalschutz gefragt, zügig tätig zu werden.

 

Man sei sich bewusst, dass ein solches Brückenkatatster nicht von heute auf morgen zu erstellen sei. Deshalb hatte der zuständige Fachausschuss ebenfalls beschlossen, dass der Magistrat kurzfristig zwei Musterbauwerke auszuwählen habe, die als Vorbildfunktion aufgewertet werden könnten. „Hier erwarten wir Vorschläge, die sich jetzt sinnvollerweise an den maroden Bahnbrücken orientieren sollten“, so Ausschussvorsitzender Kessler. Dies bringe zusätzlich Fahrt in die Diskussion mit den Verantwortlichen in Land und Bund.

 

 

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