Kessler (CDU): Es fehlt an der Maßnahmenumsetzung

„Ein neidvoller Blick der Verkehrsdezernentin nach Mainz wäre nicht notwendig“, sagte Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion.

 

Dass viele bereits beschlossene und seit Jahren geplante Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs in Wiesbaden noch immer nicht umgesetzt sind, sei nicht nachvollziehbar, so Kessler zu Berichten über ein Wiesbadener Mietfahrradsystem, dessen Einführungszeitpunkt ungewiss sei.

 

Bereits im Herbst letzten Jahres (25.09.2012) hat die CDU-Fraktion den Antrag für Mietfahrräder in Wiesbaden eingebracht. Jetzt erst sondiere man Gesprächstermine. Außerdem höre oder lese man von dem von der Hochschule Rhein-Main angestoßenen, von der CDU unterstützten und vom Ausschuss Planung, Bau und Verkehr beschlossenen Projekt Wi-Bike für Radwegeverbindungen zwischen den Wiesbadener Hochschulstandorten gar nichts mehr.

 

Kessler dazu: „Wir beschließen keine Schauanträge sondern wir möchten gemeinsam mit unserem Koalitionspartner erfolgreiche Ergebnisse produzieren. Auf diese warten wir derzeit sehr ungeduldig. Scheinbar muss hier noch so manche Bremse für den Radverkehr gelöst werden.“

 

Die CDU sei massiv dabei, Radprojekte zur sinnvollen und sicheren Integration in den Gesamtverkehr anzustoßen und gewillt, diese auch voran zu treiben. Dazu zählten neben dem Auftrag zur Erstellung eines Radverkehrskonzeptes vor einem Jahr auch die erste Fahrradstraße in Wiesbaden, welche in der Eleonorenstraße eingerichtet werden soll. Die Diskussion um dieses Thema führe man auf CDU-Initiative bereits seit 2009, die notwendigen Beschlüsse zur Umsetzung lägen längst vor.

 

Für weitere Radwegeverbindungen von Biebrich nach Schierstein oder von der Wilhelmstraße nach Sonnenberg gäbe es ebenfalls längst „grünes Licht“.

 

Der Vorsitzende des städtischen Ausschusses für Planung, Bau und Verkehr Kessler hofft, dass das Verkehrsdezernat möglichst zügig die beschlossenen Maßnahmen umsetzt, damit noch in diesem Jahr entsprechende Verbesserungen erkennbar und für die Fahrradfahrer nutzbar werden.

 

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