Ulrich Weinerth (CDU) zur GWW

„Die Geschäftspolitik der GWW zeichnet sich durch einen sozial ausgewogenen Mix von Miet- und Eigentumsprojekten aus. Nur wer wirtschaftlich erfolgreich arbeitet, kann sozialen Aufgaben gerecht werden.“, reagiert Ulrich Weinerth, sozial- und wohnungspolitischer Sprecher der CDU-Rathausfraktion, auf Kritik seines SPD-Kollegen. Die GWW habe sich von einer „betulichen alten Tante“, die behäbig ihr Vermögen verwaltet, in ein dynamisches Unternehmen gewandelt, das den vielfältigen Erfordernissen eines lebendigen Wohnungsmarktes gerecht wird.

So habe die GWW in vorbildlicher Art und Weise fast dreitausend Wohnungen  aus dem Bestand der von Insolvenz bedrohten Mainzer Wohnbau erworben und nahezu geräuschlos mit allen wirtschaftlichen Risiken in den Bestand genommen. Auch die Abwicklung  der massiven Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen im Bestand der alten vernachlässigten städtischen  Liegenschaften gehöre zu den Investitionen, die von Verantwortungsbewusstsein gegenüber den derzeitigen Mietern geprägt sei.  Das die GWW den Bedürfnissen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen  gerecht werde, zeige das Projekt Dantestraße in vorbildlicher Weise: Von den 120 Wohnungen würden 82 zu Mietspiegelpreisen vermietet. 19 Wohnungen seien altersgerecht ausgestattet. Daneben kämen speziell auf Familien zugeschnittene Wohnungen mit 95 m² Grundfläche zur Vermietung.

Die Kritik des SPD-Stadtverord­neten Manjura könne er sich, so Ulrich Weinerth, nur mit „vorwahlkampf-bedingter selektiver Wahrnehmung“ erklären. In den Aufsichtsgremien der GWW hätten jedenfalls auch die SPD-Vertreter die neue Dantestraßen-Bebauung mit beschlossen.

Dass die GWW, wie bei anderen Projekten auch, als Bauträger auftrete und einige Wohnungen verkaufe, sei der Aufgabe geschuldet, für die Mieter qualitativ hochwertigen Wohnraum und ein ansprechendes Umfeld zu schaffen. „Abgängige Gebäude, wie im Weidenborn und an der Dantestraße, für die keine Versicherung etwas zahlt, müssen ersetzt werden. Wärmedämmung und energetische Sanierung sind ebenfalls nicht zum Nulltarif zu haben,“ macht Ulrich Weinerth deutlich: „Es geht um die Mieter, nicht um Rendite.“

Dass sich die GWW über das reine Wohnungsgeschäft hinaus um die Belange gerade der älteren Mieter Gedanken mache, zeigten die Wohnbetreuer-Projekte, bei denen haushaltsnahe Dienstleistungen „für kleines Geld“ angeboten werden. „Mit dieser Unterstützung können Ältere länger eigenverantwortlich in ihren angestammten vier Wänden wohnen bleiben,“ beschreibt der CDU-Sozialpolitiker das Erfolgsrezept: „Eine soziale Initiative der GWW, die nach dem Start 2008 im Weidenborn in der Stadt vielfache Nachahmung gefunden hat.“

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