„Endlich soll die zentrale Behördennummer 115 auch in Wiesbaden eingeführt werden“, zeigt sich der Fachsprecher für Bürgerbeteiligung Dr. Bernd Wittkowski sehr zufrieden. Ein entsprechender Antrag der CDU wurde in der letzten Sitzung des Ausschusses für Bürgerbeteiligung und Netzpolitik einstimmig angenommen.

Derzeit besteht schon in mehr als 500 Kommunen die Möglichkeit, mit der einheitlichen Behördennummer 115 einen direkten Zugang zu Auskünften über die verschiedenen Leistungen der öffentlichen Verwaltung zu erhalten (Öffnungszeiten, Zuständigkeiten, sachbezogene Fragen etc.). Hierbei spielt es keine Rolle, ob es sich um Angelegenheiten der Kommunen, der Kreise, der Länder oder des Bundes handelt. Zusätzlich kann über das Internet das sogenannte „115-Gebärdentelefon“ eingerichtet werden, das es auch Schwerhörigen und Gehörlosen ermöglicht, sich über die einheitliche Behördennummer zu informieren.

„51 Millionen Bundesbürger können bereits die zentrale Behördennummer nutzen, in Wiesbaden geht das aber - anders als etwa in Mainz oder Frankfurt - noch nicht. Die Einrichtung der zentralen Behördennummer auch in Wiesbaden wäre eine erhebliche Verbesserung der Serviceleistungen für die Wiesbadener Bürger“, so Wittkowski in seiner Antragsbegründung. Der Magistrat soll bis zur Sommerpause berichten, in welcher Höhe Planungsmittel für den nächsten Haushalt eingestellt werden müssen, sofern nicht bereits Mittel aus dem derzeitigen Haushalt zur Verfügung stehen. Dafür sollen die kompletten Kosten für die Neuorganisation des Servicecenters und die nötige technische Infrastruktur ermittelt werden.

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