Lorenz: „Vertrag für vier Jahre und ein geringerer städtischer Zuschuss.“

„Der Ball des Sports muss als eine der in der Werbewirkung herausragendsten Veranstaltungen in Wiesbaden bleiben. Daher haben wir uns nach intensiven Diskussionen dazu entschlossen, einen Kompromissvorschlag in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen, der viele der in den vergangenen Wochen geäußerten Wünsche aufgreift und eine Lösung des von Oberbürgermeister und SPD angerichteten Chaos bringt“, erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Rathausfraktion Bernhard Lorenz. „Damit bringen wir die Diskussion dahin, wo sie hingehört, in die Stadtverordnetenversammlung“, so Lorenz.

Mit der deutlichen Reduzierung der Vertragslaufzeit von zehn auf vier Jahre und einer Verlängerungsoption sei für beide Vertragspartner eine hohe Verlässlichkeit und Planungssicherheit gegeben, die aber auch dem Wunsch anderer Fraktionen nach einer Reduzierung der festen zehnjährigen Bindung Rechnung trage. Das städtische Sponsoring für die Miete des RheinMain CongressCenters wird ab 2018 von 380.000 Euro auf 280.000 Euro reduziert.

Zum Ausgleich möglicher Beeinträchtigungen bei der erstmaligen Nutzung des neuen RheinMain CongressCenters soll der Deutschen Sporthilfe ein Rabatt von 100.000 Euro an Mietkosten gewährt werden. Für die Jahre 2019 bis 2022 wird, zur Marktplatzierung des RheinMain CongressCenters, jeweils ein Rabatt in Höhe von 100.000 Euro gewährt. „Das Geld verbleibt im Konzern Stadt und stellt somit eine gute Investition in die Zukunft des Kongressstandortes Wiesbaden dar“, ist Lorenz überzeugt.

Darüber hinaus werde man den Oberbürgermeister beauftragen, um mindestens 100.000 Euro pro Jahr bei privaten Sponsoren zu werben. Diese Summe würde den städtischen Zuschuss deutlich reduzieren. Und auch die weitere Öffnung des Balls des Sports für die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener müsse verstärkt werden. Dazu sei die Deutsche Sporthilfe auch sehr offen und würde dies selbst unterstützen. „Möglichst viele Kinder und Vereine sollen von diesem Ereignis profitieren. Hier muss der Oberbürgermeister mit der Sporthilfe Gespräche führen“, fordert Lorenz.

„Wir können nicht auf die einmalige Marketing- und Werbewirksamkeit und den Imagegewinn, den der Ball des Sports für unsere Stadt bewirkt, verzichten“, ist Lorenz überzeugt. Die Vorteile für den Kongressstandort und die Stadt lägen auf der Hand: rund 500.000 Euro Einnahmen pro Jahr für das neue RheinMain CongressCenter, jährlich 1.300 Übernachtungen und ein Cateringumsatz für etwa 7.000 Personen, unbezahlbare Werbung und Wirtschaftsförderung für einen großartigen Veranstaltungs- und Kongressstandort durch über 140 Mio. Medienkontakte im Printbereich, 30 Mio. Kontakte im TV/Hörfunk und weitere Millionen Medienkontakte in den sozialen Netzwerken. Die zahlreichen öffentlichen Rahmenveranstaltungen dieser europaweit erfolgreichsten Benefizveranstaltung würden nicht nur den Spitzensport fördern, sondern auch den Sportgedanken zugunsten der Wiesbadener Sport- und Schulsportvereine und schaffe große Sportbegeisterung nicht nur bei den Kindern durch „Olympia-Champions zum Anfassen“.

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