„Es ist ein trauriges Bild – ein Obdachloser sitzt in der klirrenden Kälte und bettelt. Bei ihm ein kleiner süßer Welpe, der die Passanten verzückt und zum Spenden animiert“, erklärt Astrid Wallmann, tierpolitische Sprecherin der CDU-Rathausfraktion, die Situation.

Bei Lichte betrachtet sei die Situation jedoch oft noch trauriger. Die Welpen seien nicht wie erwartet die treuen Begleiter in diesem schweren Lebensabschnitt.

„Vielmehr werden die Tiere unter unwürdigen Umständen meist in den Ostblockstaaten gezüchtet und in Transportern nach Deutschland gebracht. Eine neue traurige Masche der ‚Bettel-Mafia‘“, sagte Wallmann.

„Die Tiere werden lediglich zum Betteln instrumentalisiert. Sie werden oft nicht geimpft. Wenn sie krank –oder nicht mehr niedlich- sind, werden sie einfach ‚weggeworfen‘. Es ist ihnen egal ob die Tiere verhungern, an Krankheiten sterben oder erfrieren. So hart es klingt, hier zählt nur der schnelle Profit. Jede noch so kleine Spende verlängert nur das Leid der Tiere. Dabei lohnt sich für die Spendenmafia schon ein Betrag von 10 Euro am Tag, denn das Nettoeinkommen in deren Heimatländern liegt oft unter 400 €/Monat. Hinzu kommt noch, dass Passanten die kranken Welpen anfassen und somit weitere Tiere oder sich selbst infizieren können“, betonte Wallmann.

Mit einem Apell wendet sich die CDU-Stadtverordnete deshalb an die Wiesbadener Bevölkerung: „Bitte spenden Sie nicht, wenn Sie das Gefühl haben, das es sich um einen instrumentalisierten Welpen handelt. Nur so können wir diesem Handeln ein Ende setzen. **Bitte wenden Sie sich **in Verdachtsfällen **an das Ordnungsamt unter der Rufnummer 0611-313333 oder das Veterinäramt unter der Rufnummer 0611- 890770 **und melden Sie Ihre Beobachtungen, damit die Ämter schnell eingreifen können.

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