Durchfahrtsverbot effektiver als Umweltzone

Völlig unverständlich sei die Position des Landes Hessen zu dem von der CDU seit Jahren geforderten Durchfahrtsverbot für Transit-Lkws, empörte sich Hans-Martin Kessler, verkehrspolitischer Sprecher der CDU Rathausfraktion. „Das ist ein Schlag ins Gesicht der Wiesbadenerinnen und Wiesbadener und eine verpasste Chance für bessere Luftreinhaltung und Lärmminderung in der Innenstadt“, so der CDU-Politiker.

 

Das Hessische Umweltministerium hatte der Stadt Wiesbaden im Rahmen der Umweltzonen-Genehmigung eine Absage für LKW- Durchfahrtsverbote erteilt weil das dafür zuständige Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung kein Einvernehmen erteilen wird. Begründet wurde dies damit, dass das Gesamt-LKW-Aufkommen und der Anteil des Transit-LKW-Verkehrs „nach Augenschein offensichtlich eher gering“ sei.

 

„Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Die CDU Fraktion präferiert das Durchfahrtsverbot vor der Umweltzone, da hierdurch unmittelbar eine direkte und vor allem spürbare Entlastung der Bevölkerung erreicht werden kann. Jeder einzelne eingesparte LKW entlastet die Bevölkerung bereits spürbar“, sagte Hans-Martin Kessler.

 

Erforderlich sei zudem ein Maßnahmenmix, um die Grenzwerte für NO2 auch einhalten zu können. Die CDU setze sich deshalb auch weiterhin dafür ein, dass das wesentlich effektivere Mittel des Durchfahrtsverbots für Transit-Lkws zukünftig ebenfalls Bestandteil des Luftreinhalteplans werden müsse, betonte Kessler. 

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